05.03.17

Matinee in Matthäus - Lukas Nagel an der Tzschöckel-Orgel

Lukas Nagel, ein junger Organist aus Stuttgart, wird am 5. März 2017 die Matinee in Matthäus bestreiten. Nagel ist in der Matthäusgemeinde bekannt, denn er hatte einige Zeit den Kirchenchor hier geleitet. Er studiert zur Zeit an der Hochschule für Musik in Stuttgart und bietet ein anspruchsvolles Programm mit dem, was ihn gerade in seinem Studium bewegt.

Die Matinee in Matthäus ist eine kirchenmusikalische Reihe, die drei bis vier mal im Jahr jungen, begabten Interpreten die Möglichkeit gibt, mit ihrem Repertoire vor Publikum aufzutreten. So können die Musiker Konzerterfahrung sammeln, und das Publikum bekommt einen Einblick in aktuelle Enwicklungen der Musik, denn die durchweg hochkarätigen Interpreten bringen die Entdeckerfreude und die Neugierde mit, die zu ihrer Generation gehört.

Beginn ist in der Matthäuskirche, Häfnersweg 82, Backnang, um 11:15 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.


Vita Lukas Nagel

Lukas Nagel, geboren 1995 in Offenbach am Main, erhielt im Alter von fünf Jahren ersten Klavier-, wenig später Geigenunterricht. Im Jahr 2007 wechselte er auf das Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz und bekam dort eine umfassende musikalische Ausbildung, war unter anderem Mitglied im Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz und gewann mit der Kammerphilharmonie musica viva den deutschen Orchesterwettbewerb 2012.

Ab dem 13. Lebensjahr erhielt er Orgelunterricht, mit 17 Jahren wurde er Jungstudent an der Hochschule für Musik Mainz beim Fuldaer Domorganisten Prof. Hans-Jürgen Kaiser. Derzeit studiert er Orgel und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in der Orgelklasse von Prof. Helmut Deutsch.

Nach einer Anstellung als Organist der Andreaskirche Stuttgart-Obertürkheim ist er seit April 2016 Organist der Ev. Kirchengemeinde Stuttgart-Gaisburg und damit verbunden künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Musik in Gaisburg“.

Nach verschiedenen Vertretungen bei Chören im Stuttgarter Umfeld übernahm er im April 2016 die Leitung der Andreaskantorei Obertürkheim als Nachfolger von Mirjam Scheider.
Der junge Organist ist u.a. Preisträger des Laubacher Orgelwettbewerbs für nebenberufliche Organisten und des Bundeswettbewerbs Jugend Musiziert in der Kategorie Orgel solo.

29.11.16

Matthäus-Biotop entsteht

Igelhöhle - noch ohne Laub.

Rainer Heitzmann leitet an.

Vorsortieren des Altholzes.

Überraschungen - sehr gutes, schönes Material taucht auf.

Voller Einsatz.

Konsequentes, dachziegelförmiges Aufschichten. Fotos: HP Weiß-Trautwein

Auf der Grünfläche unterhalb von Matthäuskirche und Pfarrhaus entsteht das Matthäus-Biotop. Zunächst wird eine so genannte Totholzhecke aufgeschichtet inmitten einer Trockenwiese, auf der bewusst zum Beispiel Disteln gedeihen können, da sie nicht als Rasen gepflegt wird. Weitere Elemente wie Lebensraum für Eidechsen, Blindschleichen oder Wildbienen sollen folgen. Das Projekt gehört zur Neugestaltung des Areals rund um die Minigolfanlage. Ehrenamtlich angeleitet werden die Arbeiten durch Rainer Heitzmann.

Die Idee zur Anlage enstand bei den Grünarbeiten zur Minigolfanlage, wo viel Altholz angefallen ist. Dann kam noch die Konfirmation zum Thema Wald, wo echte Bäume die Kirche schmückten. Wie sollen wir das Holz sinnvoll verwenden, dazu noch ökologisch anspruchsvoll? Der Lösungsvorschlag von Rainer Heitzmann kam in den Kirchengemeinderat, der zugestimmt hat und den Platz definiert. Das Matthäus-Biotop passt bestens in die Umgebung und wird eine sinnvolle Ergänzung der umliegenden Hausgärten sein.

Die Bilder geben einen Eindruck von den ersten Arbeiten am 26. November 2016. Kräftig mit dabei waren Pfadfinder und ehemalige und aktuelle Konfirmanden, neben Landschaftsarchitekt Rainer Heitzmann und Pfarrer Hans Peter Weiß-Trautwein. Die Totholzhecke wird Lebensraum, griechisch Biotop, für viele Tierarten wie Vögel, Insekten, Reptilien. Insbesondere wurde bereits eine Höhle für Igel zum Überwintern gestaltet, trocken und sicher, kuschelig warm durch Laub. Und die halbhohen engen Zweigbereiche liebt der Zaunkönig.

Ein Dank an alle Beteiligten! Ein Drittel der Totholzhecke steht - die Pfadfinder werden den Rest bald aufsetzen.

Die Minigolfanlage macht übrigens enorme Fortschritte. In vielen Arbeitsstunden bei jedem Wetter haben vier Klassen rund um jede Bahn (das sind viele!) aufwendig Gräben ausgehoben, wo später auf Kies Platten verlegt werden. Schlosserarbeiten für die Umrandung wurden vergeben und werden mit Schülern zusammen in der Winterpause begonnen. Augenblicklich finden jahrezeitbedingt Arbeiten in den Werkstätten durchgeführt.