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Ökumenische Bibelwoche 2008

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ZuMUTungen - ein offenes Konzept

Die Bibel gemeinsam zu lesen - das ist eine der ganz großen ökumenischen Herausforderungen. In der Zeit des ökumenischen Aufbruchs war die Entdeckung der gemeinsamen Wurzeln in der Bibel ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einheit der Christen. Heute ist dies zumindest für evangelische und katholische Christen eine Selbstverständlichkeit geworden. Gott sei Dank!

Seit vielen Jahren pflegen die Matthäus- und die Christköniggemeinde dieses gemeinsame Bibellesen im Rahmen der Ökumensischen Bibelwoche zu Beginn des Jahres. In diesem Jahr war es der Prophet Jeremia, der im Mittelpunkt stand. Seine aufrüttelnde Botschaft kann auch heute noch als ZuMUTung empfunden werden.

Um diese Botschaft nachzuempfinden und die Begegnung mit der Bibel zu einem Erlebnis zu machen, versuchten die Gemeinden es mit einem ganz neuen Konzept. Ein ganzer Abend wurde mit Texten aus dem Prophetenbuch gestaltet, allerdings in unterschiedlicher Weise. Dabei konnten die Besucher verschiedene Veranstaltungen besuchen und je nach Interesse oder Zeit sich von den Prophetenworten ansprechen lassen:




Liturgische Eröffnung durch Pfarrer Kloos und Vikar Fischer

Bibelteilen

Diese im katholischen Bereich verbreitete Art des gemeinsamen Bibellesen stammt usprünglich aus den Basisgruppen Lateinamerikas. Die Bibel als Herausforderung im alltäglichen Lebens zu entdecken und im Gespräch ohne Vorkenntnisse einfach nur auszutauschen, das ist das Ziel des Bibelteilens. Der Text wird zunächst nur gehört, dann in der Stille noch einmal nachgelesen. Einzelne Worte oder ganze Sätze werden dann von den Teilnehmern in die Runde eingeworfen. Zum Schluss tauschen sich die Teilnehmer über die Dinge aus, die ihnen an diesem Text wichtig geworden waren.

Die Berufungserfahrung des jungen Propheten Jeremia war Text des Bibelteilens. Die Aktualität des von Jeremia geforderten Mutes, die Wahrheit und den Anspruch Gottes in bedrohlichen Zeiten auszusprechen, wurde von vielen als Herausforderung an die Kirchen heute empfunden.




Bibelteilen: jede Meinung hat Gewicht


Bibelvesper

Gemeinschaft und Begegnung gehören zu der Ökumene. Ein gute Gelegenheit dazu bot sich beim gemeinsamen Vesper am großen Tisch im Clubraum des Christkönig-Gemeindehauses. Dass die Bibel Menschen zusammenführen kann ist ein ermutigendes Zeichen ökumenischer Gemeinschaft.




Gemeinsames Vesper beim Bibelabend


Dem Text begegnen (Workshops)

In drei ganz verschiedenen Workshops bestand anschließend die Gelegenheit, den Texten aus dem Jeremiabuch zu begegnen. Neben dem klassischen Textgespräch über Jer. 28 waren es auch Worte aus Jer. 31 die mit Musik und Tanz aufgenommen wurden (Angeleitet von Cornelia Staib). Kreativ umgesetzt wurde die Botschaft des Propheten mit Legematerial und Erzählfiguren in einem weiteren Raum (durch Sabine Heeß und Vikar Fischer)




Textgespräch


Tanz und Worte


Erzählen mit Figuren


Text trifft Musik

In einer gelungenen Textkollage (geschrieben von Franz Müller) wurden Texte des Propheten in Spielszenen vorgetragen und von Kantor Reiner Schule an der Orgel aufgegriffen. Viele Texte und Gedanken des Abends wurden hier noch einmal gebündelt und kamen neu zur Sprache. die Aktualität des Jeremiabuches wurde auch in diesem Teil deutlich. Die Wahrheit auszusprechen und zu ertragen oder sie schönzufärben oder zurückzuweisen ist die wahre ZuMUTung des Wortes Gottes. Die Stimme der Propheten wird deshalb auch in unserer heutigen Zeit nicht verstummen.

Ein insgesamt gelungenes Experiment war dieser gemeinsame Bibelabend, der viele Menschen als Beteiligte mit einband und ganz verschiedene Zugänge zu diesem Buch aus alter Zeit ermöglichte.

 



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Letzte Aktualisierung:  07.02.2009, 11:48

 

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